Image result for Geschichte der Anti-Personen-MinenSeit der Erfindung des Schwarzpulvers haben sich Menschen auch mit Minen beschäftigt. Um 1300 hatte man in China schon erste kleine Bomben gebaut, die mit Schwarzpulver gefüllt waren. Der Begriff Mine kommt übrigens von Stollen, die man unter den feindlichen Linien oder Burgen gebaut hatte. Sie wurden mit leichtem Holz abgestützt, das dann angezündet wurde und so die Oberfläche zum Einsturz brachte.

Im ausgehenden Mittelalter begann man dann Fladderminen einzusetzen. Hier wurde die eigentliche Mine im Wald versteckt und mit einer langen Zündschnur versehen. Kamen die Feinde, konnte man sie aus einiger Entfernung zünden. Hier setzte man bereits kleine Steine als Schrapnelle ein, da Metall zu dieser Zeit noch teuer war.

1547 wurde die erste Mine gebaut, die selbst auslösen konnte. Der Erfinder war der Waffenmacher Samuel Zimmermann. Das Problem dieser Minen war nur, dass Schwarzpulver Feuchtigkeit anzieht und deshalb nicht lange im Erdboden bleiben konnte. Auch deshalb zögerten Militärs zunächst mit der Einführung.

Im ersten Weltkrieg wurden dann erstmals Minen industriell hergestellt, und zwar sowohl Anti-Panzer-Minen als auch Anti-Personen-Minen. Sie hatten nur Zunder, Sprengstoff und Schrapnelle in einem Gehäuse und konnten auch lange im Boden bleiben. Noch mehr Minen wurden vor allem im Zweiten Weltkrieg gebaut und auch ausgesetzt, vor allem in der Sowjetunion und in Nordafrika. Noch heute werden dort immer wieder Anti-Personen-Minen gefunden, oft auch mit tödlichem Ausgang. Man schätzte, dass alleine im Zweiten Weltkrieg etwa 300 Millionen Anti-Panzer-Minen und mindestens 400 Millionen Anti-Personen-Minen verlegt wurden.

Zum weiteren massiven Einsatz kam es in den Vietnamkriegen, als die US-Streitkräfte Minen gegen die einheimischen vietnamesischen Truppen einsetzten. Allerdings war die vietnamesische Armee sich dessen bewusst, grub viele Minen wieder aus und setzte sie gegen die US-Truppen ein.

In Kambodscha verminten die Roten Khmer weite Teile des Grenzgebietes zu Thailand, was auch heute noch jeden Monat Todesopfer fordert. Auch in Laos liegen noch viele Minen und Bomben aus den Vietnamkriegen. Ein weiteres Minenfeld ist Angola, wo ebenfalls Tausende von Minen verlegt wurden.